Michael Neugebauer

Fortbildungsleiter ems Potsdam

Was ist das Besondere an dem Cross-Media Volontariat bei ProSiebenSat.1?

Das Besondere ist die Verbindung von drei Bereichen: TV-Journalismus, Online-Journalismus und PR. Das passt gut zu ProSiebenSat.1, weil es auch hier um die enge Verzahnung verschiedener Unternehmensbereiche geht. Und das passt gut zur ems, weil sich die Schule bei jedem Thema überlegt, welche Bereiche sinnvoll zusammenarbeiten und entsprechend gemeinsam trainieren sollten.

Praktisch bedeutet das für das Volontariat: PR-Leute machen zum Beispiel selbst TV-Beiträge und bekommen eine Vorstellung davon, wie die Arbeit in den Redaktionen funktioniert. Und umgekehrt lernen die Journalisten, wie PR funktioniert. So bilden sich in der Ausbildung schon Netzwerke zwischen den verschiedenen Bereichen, die später im Arbeitsalltag super funktionieren. 

Wie ist die Ausbildung an der EMS aufgebaut?

Wir haben drei Blöcke mit jeweils drei bis vier Wochen Trainingszeit, insgesamt 50 Tage. Das erste Modul findet bei ProSiebenSat.1 in Unterföhring statt. Dort gibt es eine Grundeinführung in das journalistische Handwerk, also zum Beispiel Recherche und Texten, sowie eine Einführung in die PR.

Die Blöcke zwei und drei finden bei der ems in Potsdam statt. Es geht einmal um die Produktion von TV-Beiträgen bis hin zum VJ-Grundkurs, das andere Mal um die Produktion eines Online-Angebots. Das ist alles sehr praxisorientiert. Die Volontäre drehen und schneiden ihre Fernsehbeiträge zum Beispiel selbst und lernen mit Unterstützung unserer Trainer das notwendige Technik-Know-how.

Und nebenbei: Während der Trainings in Potsdam sind die Volontäre in einer Gemeinschaftswohnung in der Berliner City untergebracht, wie bei einer Klassenfahrt. Das ist auch ein tolles Erlebnis für die Gruppe.

Erinnern Sie sich an ein besonders spannendes Projekt, das unsere Volontäre auf die Beine gestellt haben?

Bei einem Online-Projekt haben wir das Sommerfest von ProSiebenSat.1 für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens zum Thema gemacht – bei Twitter, Facebook und fürs Intranet. Damit haben wir einen Volltreffer gelandet: riesiges Interesse im Haus, tolle Klickraten, begeistertes Feedback – und jede Menge Spaß. Ein prima Beispiel dafür, dass Ausbildung gleichzeitig handfest, nützlich und spannend sein kann.

Wie erleben Sie die ProSiebenSat.1-Volontäre?

Als ungeheuer neugierig, aufgeschlossen und engagiert. Viele von ihnen bringen auch ein erstaunlich fundiertes technisches Vorwissen mit. Mir macht die Arbeit mit diesen Kolleginnen und Kollegen sehr viel Spaß, weil das so unterschiedliche, interessante Charaktere sind.

Wie ist die Zusammenarbeit mit der ems zu Stande gekommen? Wie gestaltet sich diese?

Wir haben vor langer Zeit ein großes Projekt bei N24 in Berlin begleitet, darüber ist der Kontakt nach Unterföhring entstanden. Und als ProSiebenSat.1 mit den Überlegungen begonnen hat, sein Volontariat inhaltlich neu auszurichten, haben wir im Gespräch darüber sehr schnell gemerkt: Die Grundüberzeugungen, wie gute Ausbildung aussehen soll, ist bei ProSiebenSat.1 ähnlich wie bei der ems, das passt zusammen. Deswegen waren wir uns auch ziemlich schnell darüber einig, wie wir den Rahmen und die Inhalte genau gestalten wollen.

Nach dem ersten Durchgang des Crossmedia-Volontariats haben wir beschlossen, langfristig weiterzumachen. Und beide Seiten wissen: Weitermachen heißt nicht "weitermachen wie schon immer", sondern mit dem Anspruch, die Ausbildung auch in Zukunft auf dem neuesten Stand zu halten. Mir macht so etwas großen Spaß. Und deswegen arbeite ich so gern für dieses Projekt.

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