Markus Pöllmann

Senior Controller und ehemaliger Trainee Controlling

Wann hast Du als Trainee begonnen und was hast Du in dieser Zeit gelernt?

Ich habe im Oktober 2011 mein Trainee-Programm im Zentralcontrolling gestartet. Währenddessen habe ich mehrere Rotationen durchlaufen, damit ich aus Controlling-Sicht in jeder strategischen Säule des Konzerns einmal gewesen bin. Dadurch habe ich die verschiedensten Aspekte des Controllings kennengelernt. Controlling ist für viele eine Black Box. Das liegt daran, dass es nicht das eine Controlling gibt, sondern sich je nach Aufgabengebiet unterscheidet. Je nachdem ob man nun eine zentrale Controllingstelle in der Holding hat oder operativ tätig ist, also näher am Tagesgeschäft arbeitet, sind die Aufgaben komplett verschieden.

Welche Rotationen hast Du durchlaufen?

Meine erste Rotation für vier Monate fand im Beteiligungscontrolling des International Controlling statt. Dort wurden zu der Zeit unsere skandinavischen und osteuropäischen Beteiligungen aus Konzernsicht betreut. Dann ging ich für sechs Wochen zu Ventures Music Licensing im Bereich Digital & Adjacent und ins ebenfalls operative Online-Controlling rund um Online, Pay TV und maxdome. Anschließend war ich in meiner Stammabteilung im Zentralcontrolling. Hier werden alle Bereiche des Konzerncontrollings zusammengeführt, alle Informationen fließen hauptsächlich in die Berichterstattung für das Management ein. Die nächste Station hat mich ins Controlling der TV Deutschland GmbH gebracht. Dort werden u.a. das Programmkostencontrolling und das Asset Management zusammengeführt. Darüber hinaus habe ich auch im Group Accounting gearbeitet. Das ist keine originäre Controlling-Abteilung, denn sie beschäftigt sich mit der Abschlusserstellung und Konsolidierung aller Gesellschaften zu einer Konzerneinheit.

Nun bist Du fachlich schon ziemlich tief eingestiegen, aber womit beschäftigt sich ein Trainee im Controlling tagtäglich?

Das kommt auf den Bereich an. In meiner Stammabteilung, dem Zentralcontrolling, gab es viel ad hoc, aber auch wiederkehrende Aufgaben. Zum Beispiel die Budgetplanung und die Vorbereitung des Budgetprozesses. Hier gibt man den dezentralen Controllern einen Leitfaden an die Hand, welche Informationen das Zentralcontrolling braucht. Nach dem Befüllen aller Budgetdateien werden anschließend die Ergebnisse diskutiert. Ich habe auch bei einem monatlichen Reporting unterstützt, das Aufschluss über die monatliche Ertrags-, Kosten- und Gewinnlage sowie nicht-finanziellen Kennzahlen gibt. Dadurch habe ich ein besseres Bild für den Gesamtkonzern bekommen.

Was ist Deiner Meinung nach das Wichtigste in einem Traineeprogramm?

Dass man nicht nur in einer Nische sitzt. So hat man immer nur eine Aussicht. Und es ist schwer, seinen Horizont zu erweitern und eine Gesamtsicht zu erhalten. Zu verstehen, wie der Konzern tickt, ist meiner Meinung nach essenziell wichtig, um vielleicht auch einmal im Unternehmen aufzusteigen.

Was war die größte Herausforderung während Deiner Traineezeit?

Es gab jeden Tag große Herausforderungen. Eine war zum Beispiel, im Rahmen eines großen Projektes ein neues Reporting aufzusetzen – ein Distributions-Reporting, weil der alte Bericht nicht ausreichend strukturiert war.

Würdest Du Personen, die sich für den Controllingbereich interessieren, unser Traineeship empfehlen?

Ich würde das Programm auf jeden Fall empfehlen, wenn man sich eine Konzernlaufbahn vorstellen kann. Weil man durch die Rotationen so viele Personen kennenlernt, mit denen man immer wieder zu tun haben wird. Und durch den persönlichen Kontakt sind das Arbeiten und die Kommunikation viel leichter.

Und fachlich gesehen?

Fachlich lernt man natürlich extrem viel. Wenn ich mir vorstelle, dass ich als Junior-Controller direkt eingestiegen wäre, dann wäre ich in meinem Bereich geblieben und hätte immer dieselben Aufgaben gehabt. So habe ich operative Controller kennengelernt und die Erfahrung gemacht, mit ihnen im Team zu arbeiten. Das hilft, fachlich Prozesse zu verstehen.

Wofür steht für Dich der Claim „Fascinating People“?

Dass wir versuchen, Leute in unsere Konzernwelt zu bringen, die durch ihre Motivation andere Personen faszinieren können. Und dass wir dadurch wiederum Motivation erreichen.

Was sollen Bewerber, die sich für eine Traineestelle im Controlling interessieren, Deiner Meinung nach mitbringen?

Eine große Portion Neugier! Das hört sich einfach an, aber das fehlt oft. Das äußert sich dadurch, dass viele einfach nicht nachfragen. Ich habe den ganzen Tag nachgefragt. Und es wurde mir nie negativ ausgelegt, denn es hat gezeigt, dass ich neugierig auf die Arbeitsinhalte bin. Das ist motivierend für einen selbst und auch für die Kollegen. Sie sehen, da ist jemand, der nicht nur Lust auf die Arbeit hat, sondern auch länger im Konzern bleiben will.

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