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Faces of ProSiebenSat.1 mit 7 Fragen an Jumbo Schreiner

„i LIVE MY LIFE AND I ANSWER TO NOBODY!”

Unser nächstes Face of P7S1 kennen die meisten von euch sicherlich von unserem Wissensmagazin Galileo - Jumbo Schreiner. Wir haben Jumbo getroffen und mit ihm über die Entwicklung des Fernsehens, mangelnden Respekt in der Gesellschaft und seine Reise durch die Fernsehlandschaft geredet. Er sieht sich selbst nicht als Promi, ihn kennen einfach nur sehr, sehr viele Menschen. 

  1. Wie sieht deine Morgenroutine aus?

Wenn ich im Arbeitsmodus bin, frage ich mich immer wann ich aufstehen muss, um meinen Flieger zu bekommen. Daraus resultiert eine kurze Rückwärtskalkulation: Wann ist Boarding? Wann muss ich los zum Flughafen? Wann stehe ich auf, um mit meinem Hund Popsi eine Piselrunde zu machen? In der Regel läuft es auf 06:10 Uhr hinaus. Den Snooze-Button habe ich noch nie benutzt. Meistens trinke ich noch einen Espresso, dann ab zum Flughafen und weg die Bohne.

An freien Tagen warte ich so lange mit dem Aufstehen, bis ich mit dem Angriff der nassen Nase konfrontiert werde. Der „Wachomat“ Popsi ist quasi mein Wecker. Wenn ich aufstehe, schalte ich erstmal ProSieben ein. Nicht um fern zu sehen, sondern um auf Teletext Seite 883 einen Quotencheck durchzuführen. Anschließend lasse ich mich überraschen, was der Tag so bringt.

  1. Wie bist du bei ProSiebenSat.1 gelandet?

Ich habe während des Studiums beim Radio angefangen. Dank meines Humors bin ich schnell zur Autorentätigkeit gekommen und hatte dann die große Freude mit Hape Kerkeling arbeiten zu dürfen. Mit „Darüber lacht die Welt“ haben wir den Fernsehalltag aufgemischt und coole Aktionen, wie unseren Auftritt bei Viva mit R.I.P Uli, über die Bühne gebracht. Ich würde mir wünschen, dass auch heute noch mehr Rebellen ins Fernsehen einsteigen. Mehr „Piraten-Fernsehen“, einfach wegen dem Wunsch Fernsehen zu machen, nicht mit dem Ziel berühmt zu werden.

Des Weiteren habe ich schon immer gerne Autos getestet und bin so vom DSF Autofernsehen und nach vielen Projekten mit Sat.1 und kabel eins, wie „Der Preis ist heiß“ und „Das Glücksrad“, schließlich zu „Wunderwelt Wissen“ gekommen, die Sendung, die heute allen unter dem Namen „Galileo“ bekannt ist. 

  1. Was denkt deine Mama was du hier tust?

Meine Mutter freut sich immer, wenn ich im Fernsehen bin, hat aber auch eine gesunde Distanz dazu. Sie behandelt mich nicht wie einen TV Akteur. Ihr ist gleichgültig, ob ich als Automechaniker oder TV Moderator unterwegs bin.  Wenn du plötzlich im Rampenlicht stehst, sind alle nett zu dir. Auch die Nachbarin, die früher nur über dich geschimpft hat, ist auf einmal ein Fan. Meiner Mutter ist es wichtig den Menschen selbst, unabhängig von seinem Beruf, wertzuschätzen. Wenn doch noch mal jemand meine alte Adresse hat und zu meiner Mutter eine Autogrammanfrage schickt, freut sie sich sehr. Diese werden dann mit höchster Priorität bewertet und müssen unverzüglich bearbeitet werden. Zusammenfassend würde ich aber sagen: das TV Business interessiert meine Mutter einen feuchten Dreck.

  1. Welchen Tipp würdest du deinem 18-jährigen „Ich“ geben?

Egal was du machst, privat oder beruflich, nimm dir Ablehnung niemals zu Herzen. Die Ablehnung fremder Menschen ist uninteressant! Du kannst sie für dich kategorisieren, einordnen und dann direkt weitermachen. Nächste Schublade öffnen. Schnell Auto fahren macht dich nicht zu einem geileren Typen und genau so macht dich keine Zigarette der Welt männlicher!

Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber: ein paar Worte zum Thema Tinder. Ich finde das menschenverachtend und uncool. Nur nach dem Erscheinungsbild zu bewerten führt zum Verlust wertvoller Werte. „Bitte“, „Danke“ und Höflichkeit gehen generell verloren. Die Gesellschaft entwickelt sich in die falsche Richtung und neuerdings will jeder Influencer werden. Was haben denn alle jungen Influencer in ihrem Leben Bedeutendes erlebt oder geschafft, um ein Meinungsbeeinflusser zu sein? Diese ganze Social-Media-Aktivität ist wie das Oktoberfest: Anfangs sehr cool, aber je mehr Leute sich beim Zelt anstellen, umso uninteressanter wird es auf Dauer. Außerdem sind heute alle gestresst. Als ich noch jung war habe ich sinnlos im Garten mit dem Fußball rumgekickt, da gab es keinen Stress.

  1. Dein absolutes Highlight und dein schwierigster Moment bei ProSiebenSat.1?

Mein Highlight bleibt definitiv der „Galileo“ Quotenrekord mit „Jumbo in Amerika“. Im Zuge von 25 Jahren „Die Simpsons“ bei Matt Groening daheim vorbei zu schauen, war aber auch ziemlich interessant. Damals habe ich erfahren, wie die Namen der Charaktere entstanden sind. Es handelt sich dabei um Straßen aus der Nachbarschaft in der Matt gewohnt hat. Die meisten davon in der Nähe der High-School, die er besucht hat.

Meinen schwierigsten Moment hatte ich bei „Jumbos Würstchenmillionär“. 20 Minuten vor dem Beginn der Liveshow habe ich das komplette Programm und den Ablauf vergessen. Jeder, den ich kannte und mir wichtig war, saß im Publikum. Ich hatte einfach ein komplettes Blackout. Ich habe mich dann vor das Kölner E-Werk gesetzt und über alles nachgedacht. Kurz vor der Sendung ist mir dann auf einmal alles wieder eingefallen. An dieser Stelle einen großen Dank an Natalie Zizler. Natalie meinte, sie würde mir im Notfall übers Ohr eine kurze Anweisung geben. Das hat mir die notwendige Ruhe gegeben.

  1. Eine Sache, die bestimmt (noch) keiner deiner Kollegen über dich weiß?

4343, die Pin Nummer zu meiner Kreditkarte.

Die meisten wissen auch nicht, dass ich Markenbotschafter für „JP 1880 MENSWEAR“ bin und auch gerne mal als Designer aktiv werde. Das ist auf jeden Fall die richtige Adresse für Klamotten in Übergröße. Der Name Jumbo existiert übrigens schon seit 30 Jahren. Ich habe früher Football gespielt und mein amerikanischer Coach hat mir den Spitznamen verpasst.

  1. Wie sieht dein Feierabend aus?

Bei mir hat Feierabend nichts mit Abend zu tun. Auf Grund meiner Aktivitäten in der Gastronomie habe ich eher „Feiernacht“. Wenn ich dann mit der Arbeit fertig bin, fahre oder fliege ich heim und freue mich jedes Mal extrem nach Hause zu kommen. Da kann ich dann entspannen, mit meinem Hund Gassi gehen oder setze mich einfach aufs Moppet oder ins Auto und gönne mir eine kleine Überlandfahrt. Da ich ein riesen Serienfan bin, schaue ich mir häufig alle möglichen Serien an, schließlich will ich ja auch wissen, was cool ist!

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